Aktuelle Meldungen
Warum Kängurus doof sind
Dr.Jörg Zittlau referierte am Jade-Gymnasium über Pleiten und Pannen im Bauplan der Natur
Evolution ist Standardthema jedes Biologiekurses. Die seltsamen Irrwege der Evolution, die Jörg Zittlau, Wissenschaftsjournalist und Autor von Bestsellern,witzig und kenntnisreich schilderte, waren für die Zuhörerschaft neu und überraschend. „Die hüpfende Fortbewegung bereitet einem Känguru nur deshalb keine Dauerkopfschmerzen, weil sein Gehirn auf 56 g , also etwa 0,16% des Körpergewichtes geschrumpft ist. Beim Menschen ist der Anteil des Hirns an der Körpermasse 15 mal größer.“ erklärte Zittlau, und riet vom Hüpfen ab. Warum die Pharmaforschung so hinter dem Ziesel, einem Erdhörnchen mit einem acht Monate währenden „Winterkoma“, her ist, dafür gab es auch eine verblüffende Antwort durch Zittlau: „ Im Winterk
oma wird das Gehirn so schlecht mit Sauerstoff versorgt, dass ein Ziesel beim Aufwachen Alles vergessen hat und sein Gehirn Schäden wie bei Alzheimer-Erkrankten aufweist. Nach einer Woche ist das Ziesel jedoch wieder völlig gesundet. Verständlich, dass die Neurologen dem Ziesel auf die Schliche kommen wollen.“
Nach dem kurzweiligen Vortrag kam keine Frage mehr aus dem Publikum. Das hatte wohl noch zu schlucken an der These, dass evolutionsmäßig die Kakerlake als das perfekte Lebewesen und der Mensch als Krone der Fehlschöpfung gilt.
Die Fotos sind von Jannis Oeltjen gemacht.