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Besuch beim NDR

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01/12 
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Die Schülerinnen und Schüler des Seminarfaches "Podcast und Radio Feature" haben mit dem Studio Oldenburg des Norddeutschen Rundfunks mittlerweile einen dritten Radiosender besucht und dabei u.a. die Bedeutung erkannt, wie wichtig ein eigenes Netzwerk und der Kontakt zu den Menschen vor Ort ist.

Der Leiter des Studios Oldenburg, Holger Ahäuser, lud die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein, live in einer Sendung im Studio dabei zu sein, sondern erklärte bei seinem Rundgang durch den Standort in Oldenburg auch das Strukturelle: Es sei wichtig, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender landesweit gut aufgestellt wäre. Denn nur wer eigene Reporter vor Ort habe, könne entsprechend berichten und die Standards erfüllen, die man heutzutage von hochwertigem Journalismus erwarte. Hierzu zählt der studierte Journalist das Informieren und nicht nur das einfache Unterhalten.

Am Rande erläuterte Holger Ahäuser am eigenen Beispiel den Werdegang eines Radio-Journalisten: Sein Studium (Politikwissenschaften, Anglistik und Geschichte) absolvierte er in Hannover und Michigan/USA und schloss es mit dem Magister ab. Seine journalistische Laufbahn führte ihn von der Harzburger Zeitung über den Privatsender Radio FFN zum NDR. Im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen war er ab 1993 Hörfunk-Redakteur für Aktuelles, anschließend in gleicher Funktion bei NDR 2 in Hamburg. 1997 wechselte er ins Fernsehmetier, zunächst als Reporter und Redakteur, dann als Redaktionsleiter Aktuelles und damit als Zuständiger für "Hallo Niedersachsen" bzw. "Niedersachsen 19.30 Das Magazin", das Fernseh-Landesprogramm des NDR in Niedersachsen. Beruflich prägend waren für Ahäuser die Öffnung der innerdeutschen Grenze und das Zugunglück von Eschede, wie er den Schülerinnen und Schülern ganz emphatisch vermittelte.

Rückblickend hielt er fest, dass nur der NDR so breit gefächert und aufgestellt sei. Im Bundesland Niedersachsen unterhält der NDR in Hannover das Landesfunkhaus und flankierend Studios in Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück. Ergänzend kämen noch Korrespondentenbüros für das Emsland, die Niederelbe, Ostfriesland, Vechta, Verden und das Weserbergland sowie Wilhelmshaven hinzu. Als gestandener Journalist weiß der Studioleiter um die Vorteile eines solchen Netzwerkes. 30 festangestellte Mitarbeiter hat das Studio in Oldenburg. Mit zwei Hörfunk-Ü-Wagen und zwei Fernseh-EB-Fahrzeugen, einem Fernseh- und zwei Hörfunkstudios hat Oldenburg das größte der fünf Studios.

Um Medienkompetenz nicht nur theoretisch, sondern im wahrsten Sinne auch praktisch vor Ort zu vermitteln, gab es einen Einblick in den Alltag einer lokalen Nachrichtenredaktion von NDR1. Diese schickte in der knapp zehnminütigen Sendung auch eine tierische Meldung über den Äther: Milchkuh Madel prüft Baugrundstück für Hindu-Tempel. So war u.a. zu hören, dass vor Beginn der Zeremonie die Schwarzbunte von einem Hindu-Priester mit Räucherstäbchen, Rosenblüten und Blumenkette in einer knapp zehnminütigen Predigt gesegnet wurde. Anschließend betrat das Tier bereitwillig das Baugrundstück und fühlte sich bei ihrem ungewohnten Ausflug sichtlich wohl, wie der Reporter berichtete. Um der Nachricht den nötigen Tiefgang zu geben, wurde ferner erklärt, dass für die Hindus die „heilige Kuh“ das Symbol des Lebens ist. In der Mythologie wird die Kuh mit dem Gott Krishna in Verbindung gebracht.

Wie ein Podcast zu gestalten ist und was ein gutes Radio Feature ausmacht, erklärte Holger Ahäuser den Schülerinnen und Schüler. Den einen oder anderen Tipp, was einen guten Audiobeitrag ausmacht oder wie man den Hörer fesselt, notierten die Schülerinnen und Schüler, um ihre eigenen Beiträge im Rahmen des Seminarfaches „Podcast und Radio Feature“ verbessern zu können.

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