Leitbild + Schulprogramm

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I. Bildungsverständnis und Erziehungsziele

(Ergebnisse und Erfolge / Lernen und Lehren)

I-1 Das Jade-Gymnasium ist eine Schule in freier Trägerschaft. Wir verstehen uns als Schule im ländlichen Raum, was uns als besonderen Kulturträger fordert.

In seiner auch zukünftig ausbaufähigen Rolle als Kulturträger im ländlichen Raum veranstaltet das Jade-Gymnasium seit 1998 jedes Jahr im Sommer ein Konzert zusammen mit dem Bert-Brecht-Gymnasium, Dortmund. Ein weiteres Konzertereignis findet jährlich im Dezember in der Schule statt.

Um schulübergreifend tätig zu sein wird angestrebt, Sportfeste mit Nachbarschulen zu veranstalten.

Weitere öffentliche Veranstaltungen der Mediothek (Bücherflohmärkte, (Autoren-) Lesungen, Filmvorführungen usw.) sind bereits jetzt erfolgreich realisiert.

I-2 Wir betrachten unser angenehmes Schulklima, das durch gegenseitige Wertschätzung, Achtung und Vertrauen aller an Schule beteiligter Personen bestimmt ist, als Voraussetzung erfolgreichen, leistungsorientierten Lernens.

Der Umgang miteinander wird am Jade-Gymnasium neben der Schulordnung durch Klassenregeln ab Klasse 5 geregelt. Auf die Einhaltung von Regeln wird am Jade-Gymnasium geachtet. So wird gegebenenfalls vorkommenden Diebstählen, Gewaltakten und Drogenmissbrauch sorgfältig nachgegangen. Dabei wird ein Präventionskonzept realisiert, das den unterschiedlichen Bedürfnissen der Jugendlichen Rechnung trägt.

Der Schulalltag stützt das positive Schulklima: Die Begrüßung vor dem Unterricht, das rücksichtsvolle Aufhalten von Türen für nachfolgende Personen, gemeinsame Aktivitäten wie Schulkonzerte, Sportveranstaltungen, die Würdigung von Jubiläen oder Verabschiedungen am Schuljahresende sind dafür ebenso Beispiele wie die Betreuung der Fünftklässler. Diese bekommen in den Sommerferien vor ihrem Schulbeginn ein Begrüßungsheft mit Informationen zur zukünftigen Klasse, Lehrern, Schule und allgemeine Schulinformationen. Am ersten Schultag im Jade-Gymnasium gibt es eine Willkommensveranstaltung für die neuen Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien in Form einer festlichen Begrüßung.

Unterstützung finden Schülerinnen und Schüler des Jade-Gymnasiums durch weitere Maßnahmen: Fünftklässler werden in ihrer ersten Zeit am Jade-Gymnasium durch Paten begleitet. Kurz nach Schuljahresbeginn findet eine zweitägige Kennenlernfahrt statt, die soziale Komponenten für die Schüler beinhaltet. Außerdem gibt es einen Kennenlernnachmittag, um frühzeitige Kontakte zwischen Eltern, Schülern und Lehrern zu ermöglichen.

Die Lehrerinnen und Lehrer sind für Schülerinnen und Schüler jederzeit ansprechbar.

Gegenseitige Hilfe findet am Jade-Gymnasium unter anderem auch durch das Nachhilfeprojekt "Schüler helfen Schülern (ShS)" statt.

Als besondere Wertschätzung werden Schülerleistungen in Presse und Jahrbuch veröffentlicht bzw. in der Schule ausgestellt.

Der besonders auch für jüngere Schülerinnen und Schüler geeignete naturnahe Schulhof und Spielplatz trägt ebenso zum angenehmen Schulklima bei, wie das in der Mensa angebotene gesunde und abwechslungsreiche Essen.

Auf der Ebene der Schulleitung wird das positive Miteinander durch wöchentliche Gespräche mit den Koordinatoren gefördert. In der Regel werden Probleme durch flexible und auf den Einzelfall zugeschnittene Entscheidungen zur Zufriedenheit aller gelöst. Supervision und Mediation sind ständige Angebote für alle Mitarbeiter des Jade-Gymnasiums. Auch der Betriebsrat wirkt an der Vertrauensbildung und am positiven Miteinander mit.

Zum angenehmen Schulklima tragen neben pädagogischen, fachdidaktischen und fachmethodischen Erwägungen bei der Klassenbildung und beim Lehrereinsatz auch die Geschlechterverteilung der Lehrkräfte einer Klasse, die weitgehende Berücksichtigung der Wünsche der Lehrkräfte über ihren Unterrichtseinsatz sowie die Betreuung der Klassen durch ihre Klassenlehrer über einen Zeitraum von jeweils drei Jahren bei.

Gemeinsame Aktivitäten wie Betriebsausflüge fördern ihrerseits das angenehme Schulklima.

I-3 Wir erziehen unsere Schüler zu lebensbejahenden, verantwortungsbewussten, motivierten und reflektierenden Menschen und begleiten sie auf dem Weg zu sozialer Reife.

Um die Schüler auf dem Weg zu sozialer Reife zu begleiten sowie interkulturelle Bildung zu vermitteln, bietet das Jade-Gymnasium Unterstützung bei Auslandsaufenthalten in England und Frankreich an.

Das Jade-Gymnasium zeigt sein Engagement auf dem Gebiet eines ganzheitlichen Präventionskonzeptes gegen Sucht und Gewalt. An einem detaillierten Präventionskonzept sind verschiedene Fachschaften und externe Referenten beteiligt.

Verantwortung und soziales Engagement lernen die Schüler der 6. Klassen durch Patenschaften für die neu hinzugekommenen Schüler der 5. Klassen, sowie klassenübergreifend bei dem Projekt "Schüler helfen Schülern (ShS)" und in der Schülervertretung.

I-4 Unser Ziel ist es, die Schüler auf Grundlage der vermittelten fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen auf ein Studium oder eine Ausbildung und lebenslanges Lernen vorzubereiten.

Zur Vorbereitung auf ein Studium oder eine Ausbildung dient der Zukunftstag in Klasse 8, Betriebspraktika in der Klasse 10 mit Unterrichtskonzepten im Fach Politik, der Besuch im Berufsinformationszentrum in Klasse 10 sowie ein individuelles Berufsberatungsangebot in Stufe 11. Im Jahrgang 11 nehmen Schüler am Management Information Game teil. Eine Zusammenarbeit findet hier ebenfalls mit regionalen und überregionalen Firmen und Institutionen statt (siehe Berufsberatungskonzept der Fachschaft Politik/Wirtschaft).

Um einen reflektierten und sicheren Umgang mit Medien zu erlangen, gibt es ein Medienkonzept, welches primär Such- und Selektionsstrategien vermittelt.

Die zu vermittelnden fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen finden sich in den Schuldokumenten als Methodenkonzept wieder.

II. Schulgemeinschaft und Mitbestimmung

(Schulkultur)

II-1 Alle an unserer Schule Beteiligten arbeiten gemeinsam an den Zielen der Schule.

Ziel: Lehrer + Schüler + Eltern = Lernerfolg

Das Zusammenwirken der drei Gruppen schafft optimale Voraussetzungen für den Lernerfolg.

Die Bildung verschiedener Gremien sowohl bei den Eltern, Lehrern und Schülern unserer Schule ermöglicht, dass alle an unserer Schule Beteiligten Ziele konzipieren können.

Durch die Vernetzung dieser Gremien werden die Konzepte sowohl in die anderen Gruppen eingebracht und zur Diskussion gestellt, sie werden aber auch durch die gewählten Vertreter dem Plenum vorgestellt.

So können sich alle an der Schule Beteiligten ein Bild von den Zielen der Schule machen und konstruktive Kritik und auch Vorschläge über die gewählten Vertreter an die anderen Gruppen weitergeben.

Jeder hat aber auch die Möglichkeit seine Hilfe bei bestimmten Projekten einzubringen (z.B. Projekttage, Hilfe bei Arbeitsgemeinschaften, Klassenausflügen und Konzerten u.v.m.).

II-2 Schulträger, Kollegium, Eltern und Schüler erarbeiten Regeln, die das Miteinander bestimmen.

Allgemeingültige Regeln werden an unserer Schule durch den Vorstand des Schulvereins und die Schulkonferenz erarbeitet. Somit wirken bei der Entstehung von Regeln sowohl die Lehrer, die Schüler, die Eltern aber auch der Schulträger mit (z.B. Satzung des Schulvereins, Konferenzordnung, Schulordnung, Schulprogramm).

Regeln, die nur bestimmte Gruppen betreffen, werden aber auch in kleineren Gremien erarbeitet. So entwickeln die 5. Klassen Klassenregeln, die Klassen 5-10 erarbeiten Regeln zur Drogen- und Gewaltprävention.

Bereits die Schüler der Klasse 5 erfahren bei Schuleintritt ein Miteinander, dessen Regeln von Schulbeginn an gemeinsam entwickelt und bis zum Ende der Schulzeit kontinuierlich gegenseitig eingefordert werden.

II-3 Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Kritikfähigkeit, Offenheit, Toleranz und Zielstrebigkeit sollen bei der Erreichung gemeinsamer Ziele der Schule herrschen.

Alle an der Schule Beteiligten- Lehrer, Schüler und Eltern- gehen offen und ehrlich miteinander um.

Alle Gremien werden von der Schulleitung zeitnah über wichtige Ereignisse in Kenntnis gesetzt, so dass Lehrer, Schüler und Eltern umfassend informiert sind.

Elternbriefe ergänzen den Informationsfluss in der Elternschaft.

Auch zwischen Lehrern, Schülern und Eltern findet ein umfassender Informationsaustausch statt, zum einen im Hinblick auf die schulischen Leistungen, zum anderen auch über schulrechtliche Dinge und das Schulleben allgemein.

Das Verhältnis der Lehrer und Schüler untereinander wird von Gerechtigkeit und Kritikfähigkeit bestimmt.

Positive Kritik steigert die Lern- und Leistungsfähigkeit und führt zur Effektivität des Unterrichts, somit können alle Beteiligten zielstrebig auf den Leistungserfolg hinarbeiten.

Der Schulalltag ist von Toleranz aller Beteiligten untereinander geprägt.

II-4 Gewalt, sei sie körperlicher oder psychischer Art, wird an unserer Schule abgelehnt und eswird ihr präventiv entgegengewirkt.

Die Schulordnung, die Klassenregeln ab Klasse 5 sowie das Engagement zur Gewalt- und Drogenprävention sollen der Gewalt an unserer Schule entgegenwirken.

Sofort bei Bekanntwerden von Handlungen gewalttätiger Art, gleich ob psychisch oder physisch, schreitet das Lehrerkollegium, gegebenenfalls unter Einbeziehung des Schulleiters, ein.

Die Schule legt großen Wert auf die zeitnahe Aufarbeitung und Lösung eventueller Vorfälle. Die Möglichkeiten der Supervision und Mediation unterstützen dies.

II-5 Die freie Trägerschaft gewährt Freiräume, impliziert aber andererseits Gestaltungsnotwendig-keiten, die über das öffentliche Schulwesen hinausgehen.

Träger der Schule ist der Schulverein, der sich in der Regel aus einem Elternteil je Schüler zusammensetzt.

Diese freie Trägerschaft ermöglicht eine flexiblere Verwendung der Geldmittel.

Der Schulverein und damit die Eltern haben durch die Wahl des Vorstandes Einfluss auf Entscheidungen.

So kann der Träger z.B. Einfluss auf die Personalpolitik, die Gestaltung der Stundentafel, die Klassenstärke und Klassenbildung sowie die Ausstattung der Schule nehmen.

Die freie Trägerschaft ermöglicht auch eine sehr schnelle Reaktion auf neue Anforderungen, z.B. auf schulpolitische Vorgaben.

III. Leitung und Führung der Schule

(Schulmanagement)

III-1 Wir verpflichten uns zu einer klaren Leitung nach transparenten und nachvollziehbaren Prinzipien unter Einbeziehung des Sachverstandes und der Anregungen der Mitarbeiter.

Das Schulgesetz und die Konferenzordnung des Jade-Gymnasiums weisen dem Schulleiter die Gesamtverantwortung für die Schule zu. Daraus erwächst eine klare Leitungsstruktur.

Zwischen dem Schulleiter und seinem Stellvertreter sind Aufgaben eigenverantwortlich verteilt. Während der Stellvertreter die Bereiche Stundenplan, Schulordnung im Inneren und disziplinarische Maßnahmen regelt, sorgt der Schulleiter für Vertretung der Schule nach außen, Erledigung aller schulrechtlichen Angelegenheiten und ist genereller Ansprechpartner für alle am Schulleben Beteiligten. Darüber hinaus werden vier Koordinatoren in den ihnen zugewiesenen und abgesprochenen Bereichen ebenfalls eigenverantwortlich tätig. Die Verantwortungsbereiche sind klar umschrieben und dem Kollegium bekannt. Eine wöchentliche Koordinatorensitzung sorgt für den notwendigen gegenseitigen Informationsaustausch zwischen der erweiterten Schulleitung und dient der gegenseitigen Beratung. Manche Entscheidungen kommen erst nach gemeinsamer Beratung der Schulleitungsmitglieder zustande.

Weitere, nicht fachgebundene Aufgaben werden an interessierte Kollegen delegiert – z.B. Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Brandschutz, Sicherheitsangelegenheiten, Infobroschüren, künstlerische und medientechnische Darstellung der Schule u.v.m.. Manche Aufgaben werden nach entsprechender Beschreibung und Bitte um Unterstützung unkompliziert verteilt. Weitere Aufgabendelegation ist über die Schulkonferenz in Form von Arbeitsgruppen und Ausschüssen geregelt (Mensabetreuung, Mediotheksbegleitung). Der Transparenz und Nachvollziehbarkeit dient ein Mitteilungsbuch, in dem offizielle Mitteilungen und Informationen der Schulleitung an das Kollegium weitergegeben werden. Die Übertragung von Leitungsaufgaben weicht von dem Prinzip öffentlicher Schulen ab, da es am Jade-Gymnasium über die Koordinatoren hinaus keine sonstigen Funktionsstellen (A14), jedoch Fachobleute gibt.

Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kollegiums in den verschiedenen Sachgebieten dienen der Schulleitung als Anregung.

Pädagogische Grundsätze der Schule werden in der Schulkonferenz diskutiert und beschlossen, wobei die Schulleitung darauf achtet, dass Erziehungsarbeit im Konsens mit dem Kollegium und der Kollegen untereinander stattfindet.

III-2 Wir pflegen respektvollen und vertrauensvollen Umgang miteinander.

Die ständige Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit der Schulleitung ohne bürokratische Hindernisse und Schranken sorgt für einen direkten, kurzfristigen und unkomplizierten Umgang und lässt mitunter schnelle Problemlösungen zu (Verfügbarkeit in den großen Pausen und „Prinzip der offenen Tür“). Umfassendere Probleme machen allerdings Terminvereinbarungen nötig.

Viele kollegiale Maßnahmen wie gemeinsames Mensaessen, Pausengespräche und gemeinsame Unternehmungen und Veranstaltungen (Kohlfahrt, Betriebsausflug, etc.), aber auch gemeinsame Beratungsgespräche mit Eltern tragen zum vertrauensvollen Umgang bei. Eine wichtige Maßnahme der Schulleitung ist es, verschiedene Gremien der Schule zeitnah über wichtige Geschehnisse und Entscheidungen des Schullebens zu informieren, um einen Austausch in Offenheit und Ehrlichkeit zu ermöglichen:

  • Schulträger: Bericht aus der Schule
  • Schulelternrat: Bericht der Schulleitung
  • Schulkonferenz: Bericht aus den anderen Gremien
  • Lenkungsausschuss: Bericht

Im Umgang mit dem Kollegium aber auch der Schülerschaft ist Gerechtigkeit und Kritikfähigkeit beider Seiten unabdingbar. Das schafft ein positives Arbeitsklima, in dem sich Mitarbeiter und Schüler verstanden fühlen, zumal zum Erreichen mancher Ziele der Schule auch Kontrolle notwendig ist, die der Einhaltung von Verabredungen dient bzw. die Effektivität steigert. Dies gilt vor allem in Hinblick auf Unterricht und Unterrichtsorganisation.

Bei Beschwerden und Konflikten zwischen Eltern und Lehrern wird den Eltern zunächst ein Gespräch mit der betreffenden Kollegin/dem betreffenden Kollegen empfohlen. In der Regel lassen sich hierdurch unterschiedliche Informationsstände oder Auffassungen bereinigen.

Wird seitens der Eltern jedoch der Schulleiter als Ansprechpartner gewünscht und gewählt, findet zunächst ein vertrauensvolles Gespräch zwischen Eltern und Schulleiter statt.

Ein weiteres Gespräch zwischen Schulleiter und Lehrerin/Lehrer dient dem Informationsaustausch und gegebenenfalls einer Handlungsberatung. Bisweilen ist anschließend ein Dreiergespräch nötig, um einen Interessensausgleich herbeizuführen. Generell erhalten die Kolleginnen/Kollegen eine Mitteilung, wenn Beschwerde über sie geführt wird.

Es besteht ebenso die Möglichkeit auf Wunsch auch den Schulelternrat bzw. die/den Schulelternratsvorsitzende/n anzurufen. Andere Beschwerden werden nach dem gleichen Verfahren behandelt. Dies gilt gleichermaßen für Schülerbeschwerden. Hier sind die Vertrauenslehrer und die Schülervertretung Ansprechpartner.

Dem Erreichen gemeinsamer Schulziele dient auch der weitgehend konsensuale Personaleinsatz. Nach vorheriger Personal- und Bedarfsplanung werden für die Unterrichtsversorgung notwendige Unterrichtskontingente ermittelt. Vorschläge zum Unterrichts- und Facheinsatz seitens des Kollegiums werden nach Würdigung weiterer pädagogischer Gesichtspunkte nach Möglichkeit berücksichtigt. Das fördert Transparenz und ehrlichen Umgang miteinander.

III-3 Die Schulleitung bemüht sich um eine zeitgemäße Medienausstattung, eine Weiterentwicklung der Lehrerprofessionalisierung und ein breites extracurriculares Angebot.

Moderner Unterricht stellt hohe Ansprüche an die Lehrkräfte in didaktischer wie methodischer Hinsicht. Zur Erfüllung dieser Ansprüche bedarf es einer zeitgemäßen Medienausstattung der Schule, die die Arbeit erleichtert. Es gehört zur Aufgabe der Schulleitung, eine zeitgemäße Ausstattung in Klassen- und Fachräumen zu erwirken.

Personalentwicklung und Förderung der Lehrerprofessionalität gehören zu den genuinen Aufgaben der Schulleitung. Information und Kontrolle der geleisteten Unterrichtsarbeit durch mögliche Vergleiche des Leistungsstandes ( z.B. zentrale Vergleichsarbeiten oder Vergleichstest), Unterrichtsbesuche mit Beratungen, Einsichtnahme in Klausuren, Evaluationen und Gespräche schaffen ein Bewusstsein zur Reflektion der eigenen Tätigkeit. Fortbildungen bzw. zielgerichtete schulinterne Lehrerfortbildung, etwa zur Unterrichtsqualität, fördern die Entwicklung. Bisherige öffentliche Auswertungen von Vergleichsarbeiten werden innerhalb der Fachschaften diskutiert und dienen der vergleichenden Orientierung. Die Schulleitung fördert extracurriculare Angebote, die der Personalentwicklung und Professionalisierung des Kollegiums dienen.

IV. Unterrichtsgestaltung

(Lehrerprofessionalität)

IV-1 Wir stellen die Entwicklung der Potenziale unserer Schüler in den Mittelpunkt unserer Arbeit.

Seit dem Schuljahr 2006/07 dokumentiert das Jade-Gymnasium die individuelle Lernentwicklung aller Schülerinnen und Schüler, aus der Rückschlüsse für ein Förderkonzept jeglichen Niveaus gezogen werden können. Das Förderkonzept sollte einerseits differenzierende Maßnahmen im Unterricht einbeziehen und andererseits auf unterrichtsergänzende Angebote verweisen.

Seit Oktober 2010 existiert eine Projektgruppe „Inklusion“, die sich mit den Möglichkeiten der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen am Jade-Gymnasium beschäftigt.

IV-2 Wir sind offen gegenüber verschiedenen Formen und Methoden des Unterrichts.

Die Professionalität unserer Kolleginnen und Kollegen zeichnet sich nicht nur dadurch aus, bewährte Unterrichtskonzepte zu praktizieren; kennzeichnend ist ebenso ihre Bereitschaft sich neuen Formen und Methoden des Unterrichts zuzuwenden. Diese Hinwendung auf unterrichtliche Neuerungen wird auch durch den ständigen Austausch mit Praktikanten und Referendaren sowie mit den Partnerschulen in England und Frankreich angeregt.

Ziel sollte die Weiterentwicklung des Methodenkonzeptes sein, das in das Schulcurriculum integriert ist. Dieses Methodenkonzept berücksichtigt fächerübergreifenden und projektbezogenen Unterricht.

IV-3 Wir bemühen uns permanent um Steigerung der Unterrichtsqualität (Fortbildung/Beratung/Evaluation).

1. Dazu gehört die Nutzung von Fortbildungsangeboten des Niedersächsisches Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), der Universität Oldenburg und des OldenburgerFortbildungszentrum (OFZ). Ziel ist die regelmäßige Teilnahme von Lehrkräften an den entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen.

2. Im Rahmen der Lehramtsausbildung betreut das Jade-Gymnasium auch Praktikanten der Universität Oldenburg. Die von den Praktikanten zu erstellende Beobachtungsaufgabe dient nicht nur der Ausbildung, sondern ist in Hinblick auf die Weiterbildung der betreuenden Lehrkraft insofern von Wichtigkeit, als sie Hinweise über eigenes Unterrichtsverhalten erfährt und gemeinsam reflektieren kann. Die Fachschaft bzw. Fachkonferenz ist das geeignete Forum, um über allgemeingültige Ergebnisse zu berichten.

3. Als Ausbildungsschule begleitet das Jade-Gymnasium Referendare des Studienseminars Wilhelmshaven. Dies geschieht auf der Grundlage einer ausgeprägten Kooperationsbereitschaft und hat eine kontinuierliche Hospitation und Reflektion des Unterrichts zur Folge. Bei Bedarf werden die Seminarleiter in die Fachkonferenzen eingeladen, was ebenfalls der Professionalität der am Jade-Gymnasium unterrichtenden Lehrkräfte zu Gute kommt.

4. Neben Fortbildungen zum Lehrerhandeln im Unterricht wird z. B. vom Oldenburger Institut für Weiterbildung, Beratung und Psychotherapie (OLIW) auch die Möglichkeit zur Supervision angeboten. In der Supervision, die in allen Sozialbereichen anerkannte Praxis ist, wird mit einem externen, dafür ausgebildeten Supervisor das Problem beleuchtet und nach Lösungen gesucht. Die betreffende Lehrkraft kann in einem vertraulichen Gespräch ihr eigenes Verhalten reflektieren. Hierfür hat das Jade-Gymnasium die entsprechenden Mittel bereitgestellt, die von den Lehrkräften bei Bedarf genutzt werden.

5. Am Jade-Gymnasium wird die Evaluation des Unterrichts aus Schülersicht (UEVAS) durchgeführt. Dazu wurde von einer Gruppe, bestehend aus Lehrkräften, Schülern und Eltern, ein Fragebogen ausgearbeitet, der pro Lehrkraft und Schuljahr in zwei Klassen eingesetzt wird. Es besteht die Möglichkeit, den Fragebogen elektronisch auszufüllen und auszuwerten.

Eine Evaluation unter Eltern und Lehrkräften des Jade-Gymnasiums wird in Abständen mit geeigneten Instrumenten wie z.B. SEIS (Selbstevaluation in Schulen) durchgeführt. Die Ergebnisse werden in den Schulgremien öffentlich gemacht und von der Schulleitung in geeigneter Form zur Steigerung der Lehrerprofessionalität umgesetzt.

Beabsichtigt ist, durch ein Fortbildungskonzept alle Lehrkräfte auf einem aktuellen Stand fachlicher und didaktischer Qualifikation zu halten.

Schulprogramm

IV-4 Wir stellen uns Kontrollen und Vergleichen der Lernergebnisse und ziehen daraus Konsequenzen zur Verbesserung.

Die Ergebnisse aus den Vergleichsarbeiten im achten Jahrgang werden von der Schulleitung und den Lehrkräften ebenso reflektiert wie die Ergebnisse des Zentralabiturs.

V. Schulverein als Schulträger

(Struktur, Aufgaben und Ziele)

Präambel: Entstehungsgeschichte und Struktur

Der im Jahre 1948 von Eltern gegründete Schulverein führt den Namen „Jade-Gymnasium e.V.“ und ist Träger der Schule. Vereinszweck ist der Betrieb eines staatlich anerkannten Gymnasiums in privater Trägerschaft. Damit verfolgt der Verein durch die Förderung von Bildung und Erziehung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sitz des Vereins ist Jaderberg, Gemeinde Jade.

Der Schulverein ist seit seiner Gründung:

  • Vertragspartner der Eltern für das Schulausbildungsverhältnis
  • Arbeitgeber der bei ihm angestellten Lehrerinnen und Lehrer und der nicht pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Erbbauberechtigter der Schulgrundstücke mit den zugehörigen und seit Gründung ständig erweiterten und ergänzten Baulichkeiten
  • zuständig für den Rahmen aller schulischen Belange unter Beachtung der schulfachlichen Kontrolle der staatlichen Schulaufsicht

V-1 Im Schulverein ist jeder Schüler durch ein Elternteil vertreten.

Elternbeteiligung als wesentliches und prägendes Strukturelement

Voraussetzung für den Besuch der Schule und für die Begründung des Schul-Ausbildungsverhältnisses ist die Mitgliedschaft eines gesetzlichen Vertreters des Kindes, im Regelfall also eines Elternteiles, im Schulverein.

Neben diesem vertragsrechtlichen Erfordernis der Vereinsmitgliedschaft kommt der durchgängigen Beteiligung der Eltern am Schulgeschehen eine hohe und prägende Bedeutung zu. Diese äußert sich beispielsweise in der Besetzung des Schulvereinsvorstandes, der Zusammensetzung der Schulkonferenz und der in jeder Hinsicht erwünschten und geförderten Beteiligung und Mitarbeit der Eltern an den Belangen der Schule.

Die Mitgliederversammlung, die sich aus Eltern der der Schule anvertrauten Kinder zusammensetzt, ist das oberste Vereinsorgan mit u.a. folgenden Aufgaben:

  • Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes
  • Festsetzung der Höhe und Fälligkeit des Jahresbeitrages, der Aufnahmegebühr und des Schulgeldes
  • Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes für das jeweils nächste Geschäftsjahr, Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands und Entlastung des Vorstandes
  • Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins

V-2 Der von der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand ist für die wirtschaftlichen Belange der Schule verantwortlich.

Zusammensetzung und Aufgaben des Vorstandes

Der Schulvereinsvorstand setzt sich aus gewählten Mitgliedern und satzungsmäßig festgelegten Mitgliedern kraft Amtes zusammen:

  • von der Mitgliederversammlung gewählte Mitglieder sind der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende sowie drei beigeordnete Mitglieder
  • Mitglieder kraft Amtes sind der Schulleiter, der Vorsitzende des Schulelternrates und der Bürgermeister der Gemeinde Jade

Die Aufgaben des Vorstandes sind u.a. die folgenden:

  • Einberufung der Mitgliederversammlung und die Ausführung dort gefasster Beschlüsse
  • Aufstellung des Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, insbesondere der zu tätigenden Investitionen, die entsprechende Buchführung und die Erstellung eines Jahresberichts
  • Abschluss und Kündigung von Arbeitsverträgen
  • Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Vereinsmitgliedern
  • Berufung von Ausschüssen zur Erledigung besonderer Aufgaben

V-3 Der Vorstand sichert durch seine Arbeit den Bestand der Schule und fördert die Schulentwicklung.

Ziele des Schulvereins

Der Schulverein sichert und verantwortet die materielle und inhaltliche Ausgestaltung und Ausstattung der Schule. Dieses geschieht im Interesse der Eltern , der Schülerinnen und Schüler mit den im Leitbild und Schulprogramm bestimmten Zielen sowie der Lehrerschaft als Träger des durchzuführenden Bildungsauftrages der Schule.

Der Schulverein unterstützt die Schule bei den Herausforderungen, die aus der Gesellschaft, dem übernommenen Bildungsauftrag sowie dem zentralen Ziel erwachsen, die anvertrauten Schüler mit einer das Elternhaus begleitenden persönlichen, sozialen und beruflichen Perspektive und gefestigten Bildungsinhalten auszustatten.

VI. Perspektiven

(Ziele und Strategien der Schulentwicklung)

VI-1 Die Weiterentwicklung und Qualitätssteigerung unserer Schule verstehen wir als permanenten Prozess, an dem alle Beteiligten mitarbeiten. Deshalb wird unser Schulprogramm regelmäßig fortgeschrieben.

Unser Verständnis einer zukunftsweisenden Schulausbildung schließt für uns auch die Nutzung der Möglichkeiten ein, den Unterricht in bestimmten Jahrgängen und Fächern, etwa den mathematisch-naturwissenschaftlichen oder sprachlichen, für Mädchen und Jungen zeitweise getrennt durchzuführen, um mögliche Leistungspotenziale auszuschöpfen.

Eine fachspezifische Diskussion hat begonnen, die sich mit den Umsetzungsmöglichkeiten beschäftigt.

Übergänge von der Grundschule zum Gymnasium gestalten sich für manche Schülerinnen und Schüler zunehmend schwieriger. Ein spezielles Förderkonzept, insbesondere in den Fächern Deutsch und Englisch, soll diesem Umstand Rechnung tragen.


 

1 Wann immer im Schulprogramm die maskuline Form Verwendung findet, ist die feminine Form selbstverständlich mitgemeint.