Pflege des jüdischen Friedhofs in Varel-Hohenberge

Pflege des jüdischen Friedhofs 2022

Nach dem pandemiebedingten Ausfall konnte in diesem Jahr die ehrenamtliche Tätigkeit zur Pflege des jüdischen Friedhofs in Varel-Hohenberge wieder aufgenommen werden: Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b haben im Rahmen des Geschichtsunterrichts den pflegeverwaisten Friedhof von Laub und Hölzern befreit.

Durch den starken Wind in den letzten Wochen waren vor allem zahlreiche Äste von den Bäumen gefallen, die von der Klassengemeinschaft mit Eifer zusammengekehrt wurden. In der Arbeitspause nutzen die Schülerinnen und Schüler die Zeit für Gespräche und Fragen rund um die Bedeutung und Geschichte des Friedhofs.

Die Begräbnisstätte in Varel-Hohenberge wurde im Jahr 1711 erstmals in den Aufzeichnungen der jüdischen Gemeinde Varel schriftlich erwähnt. Die jüngste Grabinschrift ist aus dem Jahr 1942. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Friedhof schwer geschändet, seit dem Ende des nationalsozialistischen Regimes 1945 ist er einer von 210 pflegeverwaisten jüdischen Friedhöfen in Niedersachsen.

In den 1960er Jahren hat der Landesverband der jüdischen Gemeinden den Friedhof übernommen. Die Fachschaften Geschichte und Deutsch des Jade-Gymnasiums organisieren seit rund 20 Jahren mit Zehntklässlern die ehrenamtliche Tätigkeit des Laubhakens, die ein inzwischen pensionierter Kollege ins Leben gerufen hat.

 

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