Besuch der Nordwolle in Delmenhorst

Ein Bericht von Eske Wenke (8c)

Nordwolle Delmenhorst

Am 1. Juni unternahmen die drei 8. Klassen des Jagy einen Ausflug zur Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarn Spinnerei - kurz „Nordwolle“ - nach Delmenhorst.

Um circa 10:00 Uhr startete die Besichtigung mit einem kurzen Film, in dem mehrere Personen von ihrer Kindheit bei der Nordwolle berichteten und einem zweiten kurzen Film, der generell über die Industrialisierung informierte.

Der Rundgang durch die Hallen begann am Portrait und Schreibtisch von Carl Lahusen, der die Fabrik von 1888 bis 1918 leitete. Die Museumsführerin brachte uns anhand eines Wandbildes die Geschichte der Arbeiter, die größtenteils aus ost- und mitteleuropäischen Ländern stammten, näher und sie berichtete von der Zwangsenteignung von Ländereien (der Landwirte) für den Bau des Großbetriebs.Nordwolle

Eine Installation des Fabrikgeländes führte uns dessen Ausmaße erst vor Augen. Es umfasste zu seiner Blütezeit etwa 25 Hektar, darauf unter anderem die Lahusen Villa, eine Schule, die Fabrikgebäude, eine Kantine und Arbeiterwohnheime. In der heutigen Zeit wurden einige Teile zu einem eigenen Stadtviertel weiterentwickelt. In den oberen Hallen besichtigten wir die große Dampfmaschine, die dafür sorgte, dass alle anderen Maschinen im Produktionsbereich über Verbindungen betrieben wurden. Sehen konnte man dies anhand einer interaktiven Miniatur. Die Tour setzte sich im Außenbereich fort, wo wir erst die fabrikeigene Dampflok „Bello“ betrachteten, dann unweit dieser die Arbeiterwohnungen und abschließend die Lahusen Villa, die immer weiter für die Kinder der Lahusens ausgebaut wurde.

Die Führung endete am Haupteingang an dem uns die junge Studentin, die die Führung leitete, verabschiedete. Die Führung war insgesamt sehr unterhaltsam, vor allem weil die Museumsführerin uns spannende Geschichten berichtete und mit Geduld all unsere Fragen beantwortete.